BBS I Emden

Industrie 4.0 - Auf dem Weg zu PIC-Herstellung

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Quelle: Schulverwaltungsblatt 9/2017, Seite 530.

Weitere Informationen zum Projekt Industrie 4.0 erhalten Sie auch unter: http://www.nibis.de/nibis.php?menid=9991

Zusätzliche Informationen zum Projektstand und weitere Artikel erhalten Sie auch unter: http://www.bbs1emden.de/index.php/schulleben-2013/industrie-4-0

Schüler blicken in die smarte Zukunft

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Quelle: Emder Zeitung vom 28.01.2017, S. 7.

Innovationsvorhaben Industrie 4.0/Wirtschaft 4.0 - Impressionen aus Hannover von der Projektvorstellung

Gemeinsam werden die BBS I und die BBS II eine „smart factory“ als dezentrale Lernwerkstatt für die Bildungsregion Ostfriesland einrichten, um Auszubildende auf die fortschreitende Digitalisierung vorzubereiten – vier niedersächsische Standorte beteiligen sich am Projekt von Wirtschaftsministerium und Kultusministerium.

Industrie 4.0 und Wirtschaft 4.0 sind Stichworte, die andeuten, dass die Digitalisierung die zukünftige Arbeits- und Berufswelt rasant verändern wird. Damit dieser Entwicklung auch schulisch Rechnung getragen werden kann, haben die Schulleitungen der beiden berufsbildenden Schulen Emdens beschlossen, sich gemeinsam um die Teilnahme am Projekt „BBS fit für 4.0“ zu bewerben, das vom Wirtschaftsministerium mit insgesamt einer Million Euro unterstützt wird. Das Konzept sieht vor, dass Auszubildende bestimmter gewerblich-technischer und kaufmännischer Berufe gemeinsam am Modell einer „smart factory“ arbeiten und lernen, bei dem alle vernetzten Prozesse aus Entwicklung, Produktion und Vertrieb dargestellt werden können.

Gemeinsam mit Thomas Buß (Leiter Fachdienst Schule und Sport) von der Stadt Emden waren Vertreter beider Schulen in der vergangenen Woche beim Startschuss zum Projekt in Hannover eingeladen und konnten die fachkundigen Gäste aus Wirtschaft und Schule von ihrem Konzept überzeugen.

Die Präsentation hatten die Lehrkräfte Yvonne Heinze (BBS I) und Martin Siemens (BBS II) gemeinsam mit den Auszubildenden Thorben Anders und Christina Duitsmann (angehende Kaufleute für Büromanagement im 3. Lehrjahr) sowie Henning van der Linde und Ina Blum (künftige Elektroniker für Automatisierungstechnik, ebenfalls 3. Lehrjahr) ausgearbeitet. Anschaulich wurden die einzelnen Komponenten visualisiert und die Einbindung von Robotertechnologie und Automatisierungsprozessen dargestellt.

Neben den 250.000.-€ aus dem Wirtschaftsministerium beteiligt sich auch die Stadt Emden als Schulträger an der Finanzierung des Vorhabens. Bereits im Vorfeld hatte SPD-Bundestagsmitglied Johann Saathoff die Emder Planungen für die Teilnahme an „BBS fit für 4.0“ begleitet.

Dr. Margareta Nolte von der BBS I Emden betont den Pilotcharakter dieses Projekts, bei dem die enge Zusammenarbeit von kaufmännischen und gewerblichen Berufsbereichen erstmals im Fokus steht. „Gemeinsam mit den Betrieben vor Ort und der Unterstützung des Schulträgers können wir hier ein zukunftsfähiges Konzept erarbeiten, das die Fachkräfte von morgen für die Herausforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt qualifiziert.“

Ulrich Wiegers von der BBS II Emden ergänzt: „Bei der Vorstellung unseres Projekts in Hannover zeigte das Gespräch mit Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, dass für die Auszubildenden von heute der Umgang mit technischen Arbeitsgeräten bereits zum Alltag gehört. Doch den Herausforderungen einer immer stärker vernetzten Zukunft gilt es rechtzeitig zu begegnen – und das gemeinsam in allen beruflichen Bereichen, auf kaufmännischer und gewerblich-technischer Ebene, in der und für die Region Ostfriesland.“

Hierzu wurde in der Vorbereitung bereits die Gründung einer Schülerfirma (PIC) vollzogen, mit dessen Hilfe ein individuelles Kundenprodukt realisiert werden soll - von der Planung über den Vertrieb und die Fertigung bis zum Verkauf.

Bei dem individuellen Kundenprodukt handelt es sich um einen Raspberry PI3, das über einen Webshop bestellt wird. Die Bearbeitung der Geschäftsprozesse (ERP) wird durch ein SAP-System abgebildet und die Produktion durch ein Industrie 4.0-Labor. Mit Hilfe der Cloud-Technologie wird eine gemeinsame Datenbasis geschaffen und alle Systeme werden durch standardisierte Schnittstellen und Kommunikationsprotokolle miteinander vernetzt.

Neben den Standorten BBS I und BBS II Emden beteiligen sich berufsbildende Schulen an den Standorten Osnabrück, Neustadt am Rübenberge und Goslar an dem Projekt. Die Erfahrungen, die an diesen vier Standorten gesammelt werden, sollen allen anderen niedersächsischen Standorten durch Ergebnistransfer im Rahmen von Fortbildung und Beratung zugänglich gemacht werden.

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