Ganz normaler Wahnsinn Satire oder doch Wahrheit des Pflegealltags?

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Die angehenden Heilerziehungspfleger*innen (HEP 3) der BBS I Emden setzten sich im Rahmen des optionalen Lernangebotes „Theaterpädagogik“ auch mit ihrer eigenen Situation als Praktikant*innen in verschiedenen Einrichtungen auseinander. Ist es nun Satire oder hat es doch etwas Wahres? Diese Frage stellten sich die Zuschauer*ìnnen am 3. April in den beiden Aufführungen in der Schule. Themen wie der Umgang der Gesellschaft mit behinderten Menschen, die Situation in Pflegeeinrichtungen und die Stellung des Pflegepersonals als Arbeitnehmer wurden in verschiedenen Szenen entwickelt und von Kuno Erdtmann als Lehrer und Theaterpädagoge zu einem fünfzigminütigen Schauspiel verknüpft. Unter seiner Regie übten alle Schüler*innen die verschiedenen Rollen ein. Kaum jemand von ihnen verfügte bislang über Bühnenerfahrung. Ob kleine oder große Rolle, alle konnten sich einbringen. Am Schluss des Stückes genossen alle Akteure den Beifall der Zuschauer*innen für die Leistung des Ensembles mit Stolz. Hatten sich doch viele über eigene persönliche Grenzen hinweg getraut, um Neues für sich entdecken zu können.

Im Anschluss der Aufführung stand das gesamte Ensemble noch dem Feedback und zahlreichen Fragen des Publikums zur Verfügung.

Obwohl die HEP 3 nun kurz vor der Abschlussprüfung und den Einstieg in den Berufsalltag steht, entschloss sich die Klasse, das Theaterstück noch einmal öffentlich zu präsentieren. Am Freitag, 10. Mai 2019 um 19.30 Uhr (Einlass 19.00 Uhr) wird „Ganz normaler Wahnsinn“ im Forum der VHS Emden aufgeführt. Ebenfalls hier stellt sich das Ensemble nach Ende des Stückes den Anmerkungen und Fragen des Publikums. Der Eintritt ist frei, allerdings wird am Ausgang um einen freiwilligen Beitrag zum Ausgleich der Kosten der Veranstaltung gebeten. Es wird um Verständnis darum gebeten, dass aus Sicherheitsgründen die Zuschauerzahl begrenzt ist.

Kuno Erdtmann